«Frestg & regiunal» ist das hiesige Angebot, dazu an sieben Tagen während 24 Stunden erhältlich – der kleine Dorfladen bietet grossen Service.
«Frestg & regiunal» ist, was in den Dorfläden von Andiast und Waltensburg angeboten wird – frisch und regional. «Diesem gedruckten Versprechen werden 30 naturnahe Zulieferer gerecht», sagt Andreas Cadonau, Journalist, Landwirt und Vorstandsmitglied der Associaziun da Consum, einer Genossenschaft mit 158 Mitgliedern, die alles daransetzt, die Existenz der zwei lokalen Einkaufsstätten zu sichern.
Die Läden mit integriertem Postschalter bieten von Artikeln des täglichen Bedarfs bis hin zu Zigaretten, Alpenrosensirup und Gebäck von Bäuerinnen jede Menge an. «Zu haben sind rund 3300 Produkte», weiss Cadonau, und ein grosser Vorteil ist, dass man diese an sieben Tagen rund um die Uhr einkaufen kann. An Werktagen ist morgens eine Bedienung vor Ort, im Rest der Zeit kann man sich mit einem ausgeklügelten, übers Handy aktivierbaren System Zutritt verschaffen. «Man scannt dann das Gewünschte selbst und zahlt mit einer Kreditkarte.»
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Diese Raffinesse entspricht eindeutig einem Bedürfnis: 40 Prozent der Besorgungen werden gemacht, wenn keine Verkäuferin anwesend ist. Und bisher, so Cadonau, «lag die Zahl der unehrlichen Kunden bei praktisch null».
Rundum weiss man, dass die Läden eine absolute Notwendigkeit sind – und ein sozialer Treffpunkt, «weil es weder in Andiast noch in Waltensburg eine Beiz gibt». Von Einheimischen werden sie rege genutzt, «aber ohne Tourismus und Zweitwohnungsbesitzer könnten sie kaum bestehen». Die Bevölkerung wird zunehmend mobil, man macht die Grosseinkäufe oft in Ilanz und besorgt sich dann im Dorf bloss noch, «was man im Städtchen vergessen hat». Die Associaziun da Consum ist deshalb «um alle froh, die sich für die örtlichen Versorger engagieren». Bei einem Minus in der Jahresrechnung springen die Genossenschafter ein, von denen in so einem Fall jeder 50 Franken bezahlt: «ohne Murren und Knurren».
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