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Hausgemachte Erfolgsgeschichte

Text: Natalia Godglück, Bild: Daniela Kienzler

Vor über 20 Jahren eröffnete Gabi Bundi den ersten Hofladen der oberen Surselva. Ihr schmackhaftes Sortiment wird von Kundschaft und Landi geschätzt.

Hausgemachte Erfolgsgeschichte

Kontakt

Hofladen Bundi
Mutschnengia 40
7184 Curaglia

+41 81 947 45 69

Webseite

Erzählt die Bauersfrau von ihrem Hofladen, leuchten ihre Augen. Es war 2002, «Hofläden gab es damals noch nicht», als Gabi Bundi einen Weg suchte, Käse und Würste direkt zu verkaufen. Die hochwertigen Produkte des IP-Suisse-Bauernhofs, um den sich Gatte Martin kümmert, fanden rasch Abnehmer. Ermutigt vom Erfolg, baute die Pionierin das Sortiment laufend aus. «Zuerst war es nur ein Hobby, heute ist es ein 70-Prozent-Job.»

Im neu erstellten Holzhäuschen anfangs Mutschnengia bei Curaglia verkauft sie von 8 bis 20 Uhr täglich Gebäck wie Birnenbrot, Nuss- und Linzertorte, Molkereiprodukte wie Glace, Alpkäse und -butter sowie diverse Würste. Dass die Absolventin der Bäuerinnenschule auch Saisonales wie Bärlauchspätzle, Alpkäsefondue und Gemüserisotto anbietet, weiss ihre Stammkundschaft, «zunehmend auch Einheimische», genau. «Mein Telefon klingelt besonders oft, wenn die Zeit für schwarzen Holunder-Gelee wieder naht», sagt die 52-Jährige und lacht. Bestellungen nimmt sie gern entgegen und verschickte auch schon grössere Mengen nach Österreich und Kanada. Unvergessen bleibt ihr die Weihnachtsbestellung eines Geschäftsmannes aus der Romandie: Er orderte für Kunden und Mitarbeitende 900 Pakete – «eine tolle Herausforderung».

Bald erkannten auch andere Bauern den Mehrwert eines Hofladens. «Das Interesse an schmackhaftem Hausgemachtem wächst seit Jahren.» Der Erfolg der Hofläden beruht auf zahlreichen Faktoren: einzigartige Produkte, besonderes Einkaufserlebnis, Unterstützung der örtlichen Landwirtschaft sowie zunehmende Sensibilität für Saisonales und kurze Transportwege. «Viele Läden ähneln sich, unterscheiden sich jedoch in Grösse und Angebot», weiss die Mutter zweier erwachsener Kinder. Seit die Landi Bundis Spezialitäten ins Sortiment aufgenommen hat, freut sich die Umtriebige über zusätzliche Kunden. Rund 4500 Gläser Konfi verkauft sie pro Jahr, sowie je 2000 Birnenbrote und Nusstörtchen. Am liebsten verarbeitet sie «wilde Natur» wie Hagebutten und frisch gesprossene Tannenspitzen und setzt Geistesblitze um wie Käsechips und karamellisierte Birnen im Glas. Ein Besuch in Gabis Hofladen lohnt sich nur schon visuell. Sohn Massimo, ein gefragter und prämierter Florist, schmückt Mamas Laden mit viel Liebe und Kreativität.