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«La Miula» ist überraschend anders

Text: Natalia Godglück, Bild: Daniela Kienzler

Zum Frühstück eine Shakshuka oder Eggs Benedict? Das Sedruner Lokal ist eine Top-Adresse für Kaffeeliebhaber und alle Geniesser.

«La Miula» ist überraschend anders

Kontakt

La Miula Café
Via Alpsu 66b
7188 Sedrun

lamiula@outlook.com
+41 81 949 14 14

Webseite

Das «Krümel», wie das Café auf Romanisch heisst, ist immer einen Besuch wert. Das Lokal, das auch Bäckerei und Restaurant ist, empfängt einen mit stilvoller Einrichtung und sofortigem Wohlfühlfaktor: Bequeme Sessel, ein gemütliches Sofa und diverse Holztische laden zu Speis und Trank. Die Gaststätte im Zentrum von Sedrun ist überschaubar und familiär. Herzstück ist die offene Küche, wo man der Mitarbeiterin Adriana beim Zubereiten hausgemachter Speisen zusehen kann. Besonders köstlich sind die Eggs Benedict auf Sauerteigbrot. Die pochierten Eier liegen je nach Wunsch auf Spinat, Lachs oder Schinken, darüber gibt’s die selbstgemachte Hollandaise. Serviert auf einem schwarzen Teller mit Sprossen, Gurken- und Tomatenscheiben kommt der Gaumenschmaus einem Gemälde gleich. Einmal gekostet, glaubt man Gastgeberin Leonie sofort, dass die Leute «extra dafür» ins «La Miula» kommen.

Die Frühstückswahl zwischen Shakshuka, einer orientalischen Spezialität aus Eiern, Birnenporridge mit Zimt oder Granola mit Joghurt und Früchten, fällt nicht leicht. Oder doch lieber Pfannkuchen mit Ahornsirup, Bananen und Nutella? Sogar der Klassiker mit Brot, Butter und Konfi ist hier ein Erlebnis, denn die Backwaren stellt Alexandre täglich frisch mit viel Können und Liebe her. Der 29-jährige Bäcker hat das Café 2020 eröffnet, zusammen mit der 28-jährigen Köchin Leonie. Nebst Broten in diversen Farben und Formen, «die täglich viele Zweitheimische anziehen», spielt im modernen Lokal, das locker auch in einer Grossstadt stehen könnte, vor allem Kaffee eine grosse Rolle. «Wir beide sind grosse Kaffeeliebhaber», sagt Leonie, die ihr Know-how in Barista-Kursen erweitert hat. «Für Espresso und Kaffee empfehlen wir die eher bitteren Bohnen aus Brasilien mit mehr Säure, für Kaffee-Milchgetränke die fruchtigen Aromen aus Äthiopien.» Die Milch stammt übrigens von Disentiser Kühen, und auch bei anderen Produkten setzt das Restaurant, das täglich zwei wechselnde Mittagsmenüs anbietet, auf Regionalität. Nebst einem knusprigen Brot empfiehlt es sich, für zu Hause eine «Starkstrom»- oder «Frauenpower»-Kaffeemischung mitzunehmen.